Nach Studium an der Univ. Salzburg 1754 Eintritt in das Benediktiner-Kloster St. Peter. 1760–66 lehrte er dort am Gymnasium, bis 1775 war er Schulpräfekt und Rhetorik-Prof. Er schrieb für das Theater der Salzburger Benediktiner-Univ. zahlreiche lateinische und deutsche Schuldramen (Benediktinertheater), Singspiele und Gelegenheitsgedichte, z. T. in Mundart. Die Anzahl der Mitwirkenden stieg bis zu 250 (Hermann). J. M. Haydn vertonte einige Werke, von denen Die Hochzeit auf der Alm noch um 1800 als „bahnbrechend für die ganze Form der Klosteroperette“ (Haider) besondere Verbreitung fand. – Ein P. Bonifacius R. ist 1783 als Regens chori an der Pfarrkirche Maria Rotunda in Wien I nachweisbar.
W: Singspiel Rebekka als Braut (Eliezer) [M: J. M. Haydn] 1766; geistliches Singspiel Der reumüthige Petrus [M: J. M. Haydn] 1770; Pantomimen (Der Schwätzer und der Leichtgläubige 1764; Der Traum [M: J. M. Haydn] 1768); Dramen (Pietas in hostem [M: J. M. Haydn] 1767; Pietas conjugalis in Sigismundo et Maria [M: J. M. Haydn] 1768, darin Singspiel Die Hochzeit auf der Alm; Pietas in impium [M: J. M. Haydn] 1769; Pietas christiana [M: J. M. Haydn] 1770; Pietas in patriam [M: J. M. Haydn] 1771; Hermann 1773); Kantate Reaedificatio templi [M: J. M. Haydn] 1778 etc.
Lit: Salzburger KulturL 1987 u. 2001; Personenlex. Öst. 2001; S. Dahms in H. Dopsch/R. Juffinger (Hg.), [Kat.] St. Peter in Salzburg 1982; H. Boberski, Das Theater der Benediktiner an der alten Univ. Salzburg 1978; J. Haider, Die Gesch. des Theaterwesens im Benediktinerstift Seitenstetten in Barock und Aufklärung 1973; Wurzbach 25 (1873); MGG 5 (1956) [J. M. Haydn]; MGÖ 2 (1995); O. Biba in Beiträge zur Musikgesch. des 18. Jh.s 1971 [B. R.].
UH