Studierte 1837–41 Jus an der Wiener Univ., Gesang am Konservatorium der GdM bei Giovanni Gentiluomo. Seine Tätigkeit im Staatsdienst gab er bald auf und widmete sich seiner Gesangskarriere, die ihn ab 1846 über Lemberg (L’viv/UA), Graz, Prag (1847, Ständetheater), Ungarn und Italien (1848/49), Frankfurt am Main/D (1852) wieder nach Prag führte. Nach einem kurzen Rückzug von der Bühne wurde er dort 1865 Mitglied des Interimstheaters. R., zunächst im lyrischen Fach eingesetzt, hatte sich später besonders als Interpret von Partien in Opern Rich. Wagners bei deren Prager EA.en einen Namen gemacht.
Nicht zu verwechseln mit dem Sänger (Bass) Josef Reichl (auch Reichel; * 17. [Ulrich: 27.] 1.1801 Weindorf bei Budapest [Pilisborosjenö/H), † 30.6. [Ulrich: 30.10.] 1856 Darmstadt/D), der europaweit erfolgreich war und zu Beginn seiner Karriere in Wien (1822–24 im Kärntnertortheater) und Baden bei Wien auftrat.
Lit: K-R 1997; ÖBL 9 (1988); DBEM 2003; Ulrich 1997.
UH