Sohn eines US-amerikanischen Geschäftsmanns und einer Wienerin, wuchs zunächst in Wien, dann bei seinem Vater in den USA auf, später wieder bei Mutter und Stiefvater in Wien; nach dem Krieg Versuch, wieder in die USA zum inzwischen verunglückten Vater zu gelangen, zeitweise in einem Kinderheim in Antwerpen/B. Nach dem Krieg als Sänger und Musiker in den Clubs der Besatzungsmächte, auch als Musiker und „Mädchen für alles“ beim Zirkus, dann in Italien und Nordafrika. 1950 erste Engagements als Sänger in verschiedenen Bars in St. Pauli in Hamburg/D. Ab 1954 Schallplattenaufnahmen v. a. von Schlagern mit Bezug auf das Seemannsmilieu, später auch Countrymusic; Schauspiel- und Gesangsunterricht. 1956 erste Goldene Schallplatte mit dem Schlager Heimweh. Bis 1993 Verkauf von über 60 Millionen Tonträgern. 1957 erster Auftritt als Filmschauspieler in Die große Chance. Die Gitarre und das Meer wurde 1959 als erfolgreichster Film des Jahres mit dem Bambi ausgezeichnet. Seit 1962 Auftritte in Musicals wie Heimweh nach St. Pauli (1962), Der Junge von St. Pauli (1970), Große Freiheit Nr. 7 (1984) und Operetten wie Die Fledermaus (1968) u. a. in Hamburg/D, Berlin, Wien und München/D. Ab 1976/77 Präsentation von Fernsehshows wie Artistencocktail, Manegen der Welt und Zirkus, Zirkus. 1981 Konzert in der Carnegie Hall, New York. Bis heute (2004) regelmäßige Tourneen.
P: 15 Goldene Schallplatten und 16 Mal die Auszeichnung Goldener Löwe von Radio Luxemburg.
Lit: Das Lex. des dt. Schlagers 1993; www.dhm/lemo/html/biografien/QuinnFreddy; www.freddy-quinn-club.de (9/2004).
RW