Vielleicht mit dem 1496–1504 als Mitglied der Bruderschaft an Notre-Dame zu Bois-le-Duc/F nachweisbaren „Heer Simon de Organist“ identisch; war in den ersten Jahren des 16. Jh.s als Sänger an der Kapelle Ludovico Sforzas in Mailand tätig, begleitete 1508 dessen Söhne Massimiliano und Francesco Maria nach Wien (Letzterer wurde 1510 Rektor der Univ.). Ihnen widmete er auch sein im März 1509 in Wien von J. Winterburger gedrucktes, bis zu den Anfängen des Kontrapunkts führendes und mit instruktiven Notenbeispielen versehenes Elementarlehrbuch Opusculum musices. Ob er dann hier blieb, ist (2004) offen. Dieselbe Wiener Offizin brachte 1513 auch die durch Qu. für die Diözese Passau redigierten Choralgesänge für Vesper und Exequien heraus.
Schr: Opusculum musices (Wien 1509; Nachdrucke: Nürnberg 1513, Landshut 1516 u. 1518);
Lit: NGroveD 20 (2001); O. Wessely in ME 7 (1953/54); E. Witkowska-Zaremba, Ars musica w krakowskich traktatach muzycznych XVI wieku 1986.
RF