Ausgebildet an den MHsch.en in Wien, Graz und Salzburg (Violine, Viola, Komposition), folgte er nach kurzer Lehrtätigkeit in Bad Aussee/St einer Einladung nach Afghanistan, dort (1966–71) an der von Österreich betreuten MSch. in Kabul zu lehren, Volksmusik sowie Beschreibungen einheimischer Musikinstrumente zu sammeln (Aufnahmen im Phonogrammarchiv der ÖAW; Zusammenarbeit mit Walter Graf) und auch an der Univ. Kabul Vorlesungen (Musiktheorie, Komposition) zu halten. 1971 war er in Graz als Violinlehrer sowie Orchester- und Ensemblemitglied tätig, nach Studien in Warschau unterrichtete er ab 1974 an der Grazer MHsch. Komposition und Theorie (1982 ao. Prof., 1985 o. Prof.), seit 1978 war er auch Lehrbeauftragter für Ensemble. Weitere Lehr- und Forschungsaufenthalte in Bahia/BR und Srinagar/Kaschmir. Seine nach dem Afghanistan-Aufenthalt entstandenen Kompositionen sind von der dortigen Volksmusik beeinflusst, nach seinen Studien in Polen folgten Werke experimentellen Charakters, seit ca. 1980 schrieb er serielle Musik.
P: Kompositionspreis der Stadt Graz u. Kompositionspreis des Bundesministeriums für Unterricht u. Kunst 1973; Joseph Marx-Musikpreis des Landes Steiermark 1974 u. 1986; Kompositionspreis der Stadt Leibniz/St 1976; Kompositionspreis des Musikprotokolls 1978; Kompositionspreis des steirischen herbstes 1988.
W: Werke in verschiedenen Besetzungen, von P. unterteilt in Drangiana (1966–70), Jesien, Arsis, Ronde, Asralda, Neubearbeitungen, Objekte, N. N., Insellieder, Sonstige Werke (vgl. WV in MaÖ).
Schr: Die Musik der Afghanen in W. Kraus (Hg.), Afghanistan 1974.
Lit: MaÖ 1997 [mit WV]; NGroveD 19 (2001) [mit WV]; MGÖ 3 (1995).
UH