Über seine Ausbildung ist nichts bekannt. Ab 1851 gehörte er dem IR Nr. 38 an, wo er vermutlich 1856 die Militärkapellmeisterstelle übernahm. Als solcher wirkte er bis zu seinem Tod in Linz (widmete der Liedertafel „Frohsinn“ eine Polka), Brünn, Prag und Theresienstadt (Terezín/CZ). Sein vermutlich 1852 nach einer Liedmelodie von F. v. Suppè (aus dem romantischen Märchen ’s Altraunl) komponierter populärer Marsch Mein Österreich (später auch O, du mein Österreich) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg kurzzeitig als Ersatz für die nicht vorhandene Bundeshymne verwendet.
W: Märsche und Tänze; zahlreiche Bearbeitungen.
Lit: E. u. F. Anzenberger/W. Schwanzer, Märsche der k. u. k. Zeit 2004; F. Anzenberger in Österr. Blasmusik 47/5 (1999); Suppan 1994; E. Rameis, Die österr. Militärmusik 1976 (erg. u. bearb. v. E. Brixel), 174; Brixel/Martin/Pils 1982, 334; H. Portisch/S. Riff, Österreich II. Der lange Weg zur Freiheit 1986, 51f; F. Loidl, Österr. Volks-, Bundes- u. Landeshymnen 1983, 6; eigene Recherchen.
ChF