Die Tochter eines Gastwirts schloss sich 1855 der Tiroler Nationalsänger-Gesellschaft ihres späteren Schwagers L. Rainer an. Mit ihr reiste sie nach Wien, Paris, München/D (Zitherunterricht bei J. Petzmayer), Leipzig/D und Skandinavien; 1858–68 in St. Petersburg/RUS, 1868 beim Wiener Schützenfest, in Ungarn, Siebenbürgen, der Walachei, Türkei. 1873 bei der Wiener Weltausstellung, 1879/80 in Norddeutschland und St. Petersburg, 1884 in München. P. war nicht nur wegen ihres Gesangs („Tiroler Nachtigall“) berühmt, sondern auch wegen ihres Zither- und Gitarrenspiels. 1886 übernahm sie in Innsbruck das Gasthaus „Zum Burgriesen“.
W: Lieder.
Lit: ÖBL 8 (1983); H. Klein, Die Zillertaler Sängerfamilie Rainer und die Schützenfamilie Ritzl 1928; H. Bruner in Tiroler Heimatbll. 10 (1932); E. Hofbauer in Tiroler Heimatbll. 49 (1974); DBEM 2003.
BB