Porumbescu (Gołęmbiowski),Ciprian(Cyprian)
* 14.10.1853 Cameral Schipoth/Bukowina (Şipotele-Sucevei/RO), † 6.6.1883 Stupca bei Suceava/Bukowina (Ciprian Porumbescu/RO). Komponist und Dirigent.

Sohn des Schriftstellers und Volksliedsammlers Iraclie P. (1823–96, bis 1881 Gołęmbiowski), lernte zunächst selbständig Geige, später u. a. Komposition bei K. Mikuli und St. Nosievici, studierte in Czernowitz (Čérnivci/UA) griechisch-orthodoxe Theologie sowie Komposition bei Isidor Vorobchievici, 1879–81 an der Wiener Univ. Geschichte. 1879/80 ist er als Schüler des Konservatoriums der GdM in Wien unter dem Namen C. G. (Harmonielehre [keine Prüfungen bei A. Bruckner bzw. Franz Krenn!] und Klavier) nachweisbar. Daneben war er Leiter verschiedener Chor- und Kammermusikensembles, komponierte, trat als Schauspieler auf und betätigte sich auch politisch (was ihm eine Kerkerstrafe einbrachte). Seine Vokalkompositionen wurden z. T. von rumänischen Studenten in Wien als Freiheitslieder geschätzt. 1881/82 wirkte P. als Musiklehrer in Kronstadt (Braşov/RO) und als Chordirigent in Schei (Şeii/RO). In seinen ca. 250 Kompositionen versuchte er, unter Verwendung von Elementen rumänischer Volksmusik einen nationalen Stil zu entwickeln.

G: Conservatorul de Muzica „C. P.“, Bukarest (heute Universitatea de Muzica din Bucuresti).

W: 2 Bühnenwerke; Orchester-, Kammer- und Klaviermusik; geistliche und weltliche Vokalmusik (Chöre und Lieder). – GA, hg. v. V. Cosma 1954–58.

Lit: L. Morariu, Iracle şi C. P. 1986; NGroveD 19 (2001) [mit WV]; Riemann 1975; MGG 10 (1962) [mit WV]; ÖBL 8 (1983); Jahresberichte des Konservatoriums der GdM.

UH