Am Conservatorio dei Poveri di Gesù Cristo ausgebildet, begann er 1708 mit L’Agrippina seine Karriere als Opernkomponist. 1711 wird er als maestro di cappella des Prinzen Philipp von Hessen-Darmstadt, österreichischer General in Neapel, angeführt; 1715 wurde P. maestro am Conservatorio di San Onofrio und bald zu einem der bekanntesten Lehrer Neapels. 1722 verließ er Neapel und versuchte eine neue Karriere an den Höfen Deutschlands und Österreichs (kein Erfolg bei Karl VI.). 1725–33 arbeitete P. wieder für die Theater Neapels und Roms, 1733–36 in London, wo seine Operntruppe zur schärfsten Konkurrenz der G. F. Händels wurde. 1736 übersiedelte P. wieder nach Italien (1741 maestro am Conservatorio della Pietá in Venedig, 1744 des Ospedaletto). 1747–52 arbeitete er zusammen J. A. Hasse am Hof zu Dresden/D, ging 1752 nach Wien, wo er die in den 1730er Jahren in Neapel begonnene Zusammenarbeit mit P. Metastasio fortsetzte und u. a. den jungen J. Haydn unterrichtete. 1761 kündigte er seine Wiener Position auf und ging zurück in seine Heimatstadt, wo er die letzten Jahre seines Lebens in eher bescheidenen Verhältnissen zubrachte.
W: 50 Opern, Pasticci, Serenaden, Kantaten, Oratorien, Messen und andere Kirchenmusikwerke, Instrumentalwerke; didaktische Werke (Solfeggi, Gesangschule).
Lit: NGoveD 20 (2001); NGroveDO 3 (1992); MGÖ 2 (1995); MGG 10 (1962).
ETH