Pfeiffer, Familie
Franz Joseph: * 16.11.1733 Neuhofen a. d. Ybbs/NÖ, † 23.12.1802 Maria Taferl/NÖ. Organist.

Sohn eines Organisten und Schulmeisters; 1755–57 und 1765–1802 Organist und Chordirektor an der Wallfahrtskirche Maria Taferl (dazwischen u. a. J. G. Albrechtsberger), z. T. auch als Marktrichter tätig; Komponist kirchlicher Gebrauchsmusik.

W: Kirchenmusik (Messen, Requien).

Sein Bruder P. Pius (Anton): * ?, † ?. Regens chori im Stift Seitenstetten.

Sein Neffe Josef Anton: * 17. [ÖBL: 15.] 4.1776 Neuhofen a. d. Ybbs/NÖ, † 14.8.1859 Seitenstetten/NÖ. Lehrer, Organist, Komponist. Sängerknabe in Seitenstetten, 1795 Schulgehilfe, 1804 Lehrer und Organist in Seitenstetten, 1822 Direktor der Hauptschule. P. unterrichtete u. a. die späteren Stiftsorganisten von Kremsmünster (Matthias Mittermayr [1811–90]) und St. Florian (Josef Seiberl [1836–77]) im Generalbass. 1848 ließ sich A. Bruckner von ihm prüfen (P. bescheinigte diesem „ächtes musikalisches Genie“). Seine Werke wurden v. a. in Seitenstetten, Kremsmünster, Sonntagberg/NÖ und Linz (Alter Dom) aufgeführt.

W: Kirchenmusik (u. a. Messen [s. Abb.], Requiem, Gradualien, Offertorien, Vespern, Psalmen, Salve Regina, dt. geistliche Lieder); Orgelmusik; Symphonie B-Dur 1835.

Lit: Erhart 1998 u. 2002; ÖBL 7 (1978); BrucknerH 1996; Kellner 1956; J. Haider, Die Gesch. des Theaterwesens im Benediktinerstift Seitenstetten in Barock und Aufklärung 1973.

BB