Ab 1698 Organist in Heiligenkreuz, wo er wahrscheinlich ausgebildet wurde und zwischen 1699/1712 auch als Präfekt der Sängerknaben belegt ist. Nachfolger wurde sein Schüler F. G. Pruneder; 1712–20 bei Eleonore Magdalena Theresia, der Witwe von K. Leopold I., danach auf Empfehlung von J. J. Fux in der Hofkapelle von K. Karl VI. Gemeinsam mit Johann Kaspar Ferdinand Fischer und Go. Muffat zählt P. zu den wichtigen Vertretern liturgischer Tastenmusik österreichisch-böhmischer Provenienz im frühen 18. Jh. Seine Werke werden z. T. auch dem Würzburger Hoforganisten Andreas Bayer (1710–49) zugeschrieben.
W: ca. 100 Orgelwerke (Präambeln, Fugen, Capricci).
Lit: NGroveD 19 (2001); MGG 10 (1962); S. Wollenberg, Viennese Keyboard Music in the Reign of Karl VI. (1712–40), Diss. Univ. of Oxford 1975; R. Walter in W. Salmen (Hg.), [Kgr.-Ber.] Die süddt.-österr. Orgelmusik im 17. und 18. Jh. Innsbruck 1979, 1980; A. Niemetz, 800 Jahre Musikpflege in Heiligenkreuz 1977; Köchel 1869; L. R. v. Köchel, Johann Josef Fux 1872; MGÖ 1 (1995).
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