War 1637–41 Instrumentalist an der Wiener Hofkapelle.
Matthias A. (P.er, I): * 1775 Friedberg/Böhmen (Frymburk/CZ), † 9.12.1836 Gmunden/OÖ. Lehrer, Organist und Komponist. Der Sohn des Zeugmachers Franz P. war 1797–1801 als Schulgehilfe und Stiftsmusiker im Stift Kremsmünster tätig, ging anschließend als Altist und Schulgehilfe nach Gmunden, heiratete 1803 und war 1814–36 dort Stadtpfarrorganist. Er arrangierte u. a. aus J. Haydns Schöpfung eine Messe. War vermutlich auch an der Gestaltung des Gesangbuches (1807 u. ö.) seines Gönners P. D. Landsmann beteiligt (Kirchengesangbuch).
W: Kirchenwerke (Messen, Requien, Offertorien etc.), Te Deum und Die X Gebothe Gottes (8-stimmig, s. Abb. Autograph).
Dessen Sohn Alois: * nach 1803 Gmunden?, † 10.7.1853 Gmunden. Organist. War wohl Schüler seines Vaters, jedenfalls bis zu seinem Tod dessen Nachfolger als Stadtpfarrorganist von Gmunden.
Lit: Kellner 1956; K. Schnürl in [Fs.] E. Schenk 1962; F. Krackowizer, Gesch. der Stadt Gmunden 2 (1899).
Matthias (P., II.): * 22.2.1795 Friedberg/Böhmen, † 12.3.1851 Kufstein/T. Neffe von M. I, wurde Regens chori in Kufstein, wo er 1846 die erste MSch. (Gesang, Violine, Klavier) gründete.
W: Kirchenmusik, Oratorium Auf den Tod Jesu (1830), insgesamt etwa 270.
Lit: Wurzbach 22 (1870); ÖBL 7 (1978); EitnerQ 7 (1902); www.musikland-tirol.at/html/musikablas/musikschule.aktuell (9/04).
RF