Der Sohn des Musikers und Lehrers Josef P. (1813–96) studierte Musik in Olmütz (Olomouc/CZ) und ab 1855 in Wien. Nachdem er bei C. A. Spina, Gustav Lewy und L. Doblinger Mitarbeiter gewesen war, gründete er 1868 einen eigenen Musikverlag, in dem er u. a. Werke aus Fr. Schuberts Nachlass herausgab; sein Verlag wurde 1880 von Doblinger übernommen. 1882–1906 war P. Musiklehrer an der Theresianischen Akad. (Wien IV), ab 1889 gab er Gesangsunterricht. Sein Universal-Handbuch stellt ein wertvolles musikbibliographisches Nachschlagewerk dar. Seine Brüder František (* 18.12.1848 Citov/Mähren [heute CZ], † 14.2.1915 Wien), Ludevít Raimund (* 23.8.1850 Citov, † 30.4.1914 Brünn) und dessen Sohn Oldřich (* 18.12.1887 Horní Moštěnice/CZ, † 3.8.1944 Brünn) waren Musikverleger v. a. in Brünn.
Schr: gem. m. F. P.: Universal-Hb. der Musikliteratur aller Zeiten und Völker, 34 Bde. 1904–10, ND 1967.
W: 5 Opern (Iduna 1889); Werke f. Orch.; Kammermusik (u. a. 6 Streichquartette; s. Abb.); Lieder; Kirchenmusik.
Lit: NGroveD 19 (2001); MGG 10 (1962); Riemann 1959 u. 1972 [Gotthard]; Czeike 4 (1995); DBEM 2003.
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