Erhielt früh Violin- und Posaunenunterricht, 1834–40 studierte er am Prager Konservatorium Trompete und Posaune. 1840–42 Kapellmeister beim Husarenregiment Nr. 3 und 1843–57 1. Posaunist im Orchester des Nationaltheaters in Prag. 1855 wurde er Direktor des Vereins für Hebung und Förderung der Militärmusik in Böhmen , der sich der Ausbildung von Militärmusikern widmete. Bereits ein Jahr später richtete P. im Verein eine Schule für Flügelhorn, Trompete und Euphonium ein. 1867/68 unterrichtete er am Prager Konservatorium. P. gründete auch das Prager Zentralinstitut für musikalische Interessen.
W: Märsche, Tänze, Lieder-Potpourris, Stücke f. Militärmusik; Flügelhornschule 1865.
Schr: (Hg.) Schematismus sämmtlicher Kpm. in der k. k. Armee 1866–94.
Sein Sohn Johann (II) (Hans, Jan): * 21. [Wichart: 28.] 8.1858 Prag, † 13.7.1915 Raab/Ungarn (Györ/H). Besuchte in Prag die MSch. von J. Proksch (I), die Orgelschule sowie das Konservatorium und war 1876–79 Sologeiger im IR Nr. 24. In der Nachfolge seines Vaters bekleidete er 1880–95 den Direktorsposten an der K. u. k. Militärmusik-Elevenschule in Prag. Außerdem war P. Lehrer an der K. u. k. Infanterie-Kadettenschule und Militärkapellmeister des bosnisch-herzegowinischen IR.s Nr. 4 (1895–1915).
P: Kriegsmedaille; Jubiläumsmedaille.
W: Märsche, Tänze.
Dessen Sohn Anton: * ?, † ?. Militärkapellmeister. Leitete 1900–09 die Kapelle des bosnisch-herzegowinischen IR.s Nr. 3.
Lit: ÖBL 7 (1978); Suppan 1994; J. Damański (Hg.), Militär-Kpm. Oesterreich-Ungarn’s 1904; G. Wichart in StMw 39 (1988); Wurzbach 21 (1870); Brixel/Martin/Pils 1982.
ChF