Erhielt ersten Unterricht von der Mutter sowie seinem Stiefvater und lernte neben einem viersemestrigen Jusstudium in Wien Violoncello bei Paul Grümmer. Weitere Studien führten P. nach Paris und Brüssel, ab 1906 wohnte er ständig in Wien, jedoch unternahm er Konzertreisen durch Mittel- und Westeuropa, auf den Balkan, nach Kleinasien und in die USA. Ab 1918 zunächst als freischaffender Künstler tätig, war er 1927–34 Lehrer für Violoncello am Wiener Volkskonservatorium. Ab 1928 lebte P. zeitweise in Unterbuchberg am Attersee/OÖ bzw. ab 1934 auch in Altaussee/St; 1950 übersiedelte er nach Salzburg. Seine Frau Dora schuf einige der Textbücher zu seinen Werken, seine Tochter Eva (verh. Molineus) den Großteil der Bühnenbilder und Kostümentwürfe.
P: Prof.-Titel 1953; Ehrenring der Stadt Salzburg 1966 (nicht mehr verliehen).
W: Opern (Die drei gerechten Kammacher UA 1932, Die Prinzessin und der Schweinehirt UA 1937, Tilman Riemenschneider UA 1959), Ballette (Der Erlenhügel UA 1935, Arvalány UA 1940, Isbrand und Isigildis UA 1943), Melodramen (Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke 1914, Die wilden Schwäne 1937), Thijl Uilenspiegel 1933 (Orchesterwerk), Kammermusik, Lieder. – Nachlass in A-Wn.
Lit: S. Franz, C. v. P., Diss. Wien 1993 [mit WV]; G. Brosche (Hg.), [Kat.] C. v. P. 1886–1966, 1966 [mit WV]; Riemann 1961 u. 1975; NGroveD 19 (2001); Kosch 3 (1992); Müller-Asow 1929; Kürschner 1954; Salzburger KulturL 2001; Eisenberg 1893; F-A 1936 u. 2 (1978); H. Krones in ÖMZ 41/3–4 (1986); S. Dahms in ÖMZ 26/8 (1971); MGÖ 3 (1995); Slg. Moißl; A-Wn (Nachlass P., Biographisches Material).
ChF