Paradeiser, P. Marian(Carl)
* 11.10.1747 Riedenthal/NÖ, † 16.11.1775 Melk/NÖ. Komponist, Geistlicher, Schullehrer.

Kam mit etwa 13 Jahren ins Stift Melk, wo er Sängerknabe war, bei P. M. Gurtler Violine erlernte und ab 1761 von dessen Schüler P. R. Kimmerling und wahrscheinlich von J. G. Albrechtsberger Kompositionsunterricht erhielt. 1767 legte er die Profess ab, 1771 wurde er – nach einem Studienaufenthalt in Wien – zum Priester geweiht. Unterrichtete bis zu seinem frühen Tod am Stiftsgymnasium. Seine Streichquartette (Divertimenti) wurden von F. Kreibich, der sie mit Joseph II. spielte, geschätzt.

W: 3 Sinfonien (Ausg.: The Symphony 1720–1840, Bd. B VI, 1982), Streichquartette, -trios u. konzerte; Kantaten, Applausus Ecloga Seladon 1766 (EA 1772); Messe u. a. Kirchenmusik.

Lit: NGroveD 19 (2001); Freeman 1989; MGG 10 (1962); Wurzbach 21 (1870); L. Finscher, Studien zur Gesch. des Streichquartetts 1 1974; MGÖ 2 (1995).

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