Italienischer Abstammung, musikalisch ausgebildet in Wien am Institut Hanausek, am Konservatorium der GdM bei J. Epstein und privat bei Th. Leschetizky, Musiktheorie beim A. Bruckner-Schüler Josef Vockner. In Weimar/D nahm sie Unterricht bei Bernhard Stavenhagen. Debüt im Alter von 13 Jahren, ab 1892 Konzertreisen durch Österreich, Deutschland, Russland, Skandinavien, Italien, Frankreich und England. Ihr pianistisches Können wurde mit dem von F. Liszt verglichen. Sie war 1898–1910 mit dem Klavierfabrikanten Julius Ferdinand Blüthner (* 11.3.1824 Falkenhain bei Merseburg/D, † 13.4.–1910 Leipzig/D), als Alleinerbin (seit 1907) des Leipziger Max Hesse-Verlags bis 1923 mit dem Mitinhaber (seit 1911) Johann Krill (* 12.4.1884 Eger/H, † 15.7.1946 Reigersdorf [Rejchartice/CZ]), ab 1924 mit dem seit 1926 in Bad Ischl lebenden, ab 1938 als selbsternannter Ariseur unrühmlich hervorgetretenen Ingenieur Wilhelm Haenel (1891–?) verheiratet.
G: Haenel-P.-Familienmuseum, Bad Ischl.
Lit: Czeike 6 (2004); DBEM 1 (2003); ÖBL 7 (1978); Riemann 1961; Eisenberg 1893; MGG 6 (1957) [F. A. M. Hesse].
UH