Sohn des ersten Polizeipräsidenten der 2. Republik Ignaz P. (1866–1957), war nach dem Studium der Musikwissenschaft bei G. Adler (Dr. 1922) Bibliothekar am Musikhistorischen Institut der Wiener Univ. und leitete daneben den Schmeidelschen Frauenchor (H. v. Schmeidel). P. besuchte für kurze Zeit ein Kompositionsseminar von A. Schönberg und unterrichtete im Wintersemester 1921/22 musikalische Formenlehre an der Wiener Urania. Sein relativ umfangreiches Œuvre wurde z. T. posthum gedruckt. P. endete durch Selbstmord.
W: Messe der Schlafenden (unvollendet); Oper Das Märchen von der Seejungfer (auf eigenen Text; UA 1930 Urania); Ballett Totentanz 1919; Orchesterwerke; Kammermusik; Tänze; Gesangzyklus Das Lied vom Leben (nach Rabindranath Tagore); Lieder. – Teilnachlass in der Musik-Slg. der WStLB.
Schr: Gustav Mahlers Lieder, Diss. Wien 1922; Das Dt. Lied im 19. Jh. in G. Adler (Hg.), Hb. der Musikgesch. 1924.
Lit: Czeike 6 (2004; falsches †-Datum); DBEM 1 (2003); ÖBL 7 (1978); Riemann 1961; R. Poor Lima in Wr. Ztg. 29.11.1933.
UH