die 1995–2000 auch als Hauptprotagonist mehrerer seiner Krimis fungierte. 1983–2003 verkörperte W. Resetarits den „glaubwürdigen Underdog“ (Skocek) auf Bühne und Schallplatte, 1995–98 vermittelte er als Dr. K. O. „Trost & Rat“ in einer Hörfunkreihe von Radio Wien. Parallel zur Karriere des O. lancierte Brödl mittels ausführlicher Begleittexte auf den Plattencovers sowie via Medien (größtenteils frei erfundene) „Rock ’n’ Roll-Stories“ über O., die entscheidend zur Mythenbildung rund um die Figur beitrugen. Als „O.-K. und die Chefpartie“ (1983–94) jährlich bis zu 200 Livekonzerte in Deutschland und Österreich, Veröffentlichung von insgesamt 8 CDs, vorwiegend mit von Brödl im Wiener Dialekt getexteten Adaptionen amerikanischer Rock-, Country- und Bluessongs. 1994 Auflösung der „Chefpartie“ und Gründung von „K. O. & die Kombo“ zunehmend mit Eigenkompositionen Resetarits’ und der „Kombo“-Mitglieder sowie weiterhin mit Songtexten von Brödl. Das musikalische Spektrum wurde erweitert und z. T. mit Elementen des Soul, Jazz und „Tex-Mex“-Sounds angereichert. Nach dem Tod Brödls setzte Resetarits das Konzept O. zunächst im Alleingang fort (CD-Veröffentlichungen mit Texten aus dem Nachlass von Brödl), 2003 beendete er die Karriere des O. mit einer Serie gemeinsamer Konzerte von „Chefpartie“ und „Kombo“.
W: Alben gem. m. „Die Chefpartie“: O-K & Die Chefpartie 1985, Live 1985, A schene Leich 1988, Liagn & Lochn 1989, ½ so wüd 1991, A blede Gschicht 1992, O-K & Die Chefpartie 1993, Saft & Kraft 1995, Trost & Rat 1994, 50 verschenkte Jahre im Dienste der Rockmusik 1999, KurTiositäten 2002; gem. m. „Die Kombo“: Espresso Rosi 1995, Reserviert fia zwa 1997, Blutrausch 1997 (Soundtrack), Ohjo 2001, Wann de Musik vuabei is (2 CDs 2003); K. O. Hohe Warte Live (3 CDs) 2003; Film Blutrausch (1997).
Lit: L. Beck/P. Hiess, K. O. Seid’s vuasichtig und losst’s eich nix gfoin 2004; L. Beck/Chr. Sailer, OSTbahn KURTi + die CHEFpartie 1993; J. Skocek, Der Sommer der Erhebung. Zum Phänomen O.-K. in W. Gröbchen (Hg.), Heimspiel 1995; http://espressorosi.hase.cc (7/2004); http://www.ostbahn.at (7/2004).
MK