Besuchte die Staatsgewerbeschule in Innsbruck und wurde Modelleur; lernte Gitarre und Laute bei Alois Götz († 1902) und 1901–03 Harmonielehre und Kontrapunkt bei J. Pembaur (I) in Innsbruck; ab 1909 in Wien, besuchte er 1910 an der MAkad. u. a. den von R. Batka abgehaltenen Gitarren- und Lautenkurs. Über 20 Jahre Gitarrist/Lautenist der Wiener Hofoper bzw. Staatsoper; lehrte 1922–41 (erste Kurse hielt er möglicherweise bereits 1919/20) an der MAkad. in Wien (1924 Prof.). O.s heiratete 1912, seine Frau Hermine war als Sängerin zur Gitarre/Laute bekannt. Zu seinen Schülern zählte K. Scheit.
Schr: als Hg.: Akademische Ausgaben (Slg. alter Gitarrenmusik), 7 H.e 1925; Österr. Gitarre-Zs. (1926–29).
Lit: R. Kreuzberger, J. O. und die Anfänge des Gitarreunterrichts an der Hsch. für Musik und darstellende Kunst Wien, Dipl.arb. Wien 1996; Nachrichten vom Bund der Gitarristen Österreichs 11.7.1954; Zuth 1926; F-A 1936; Slg. Moißl; Mitt. Archiv der MUniv. Wien.
BB