War Schüler des Breslauer Organisten Michael Kirsten. Sein Dienstherr in Falkenberg/Schlesien (Niemodlin/PL), Graf Žerotín, ließ ihn in Wien bei Michael Frey, F. A. Rösler (Violine) und J. J. Fux (Komposition) studieren. Um 1726 ist O. in Prag nachweisbar. Er war Kapellmeister bzw. Violinist beim Grafen Johann Matthias v. Turn und Valessassina in Olmütz (ab 1730), beim Grafen Franz Anton von Rottal in Holleschau (Holešov/CZ, bis 1736) und beim Fürsten Johann Karl v. Liechtenstein in Südmähren (bis ca. 1750), danach Violinist in der Wiener Hofmusikkapelle.
W: Sinfonien, Trios (verschollen).
Lit: LdM 2000; SchlMl 2001; GerberATL 2 (1792) u. NTL 3 (1813/14); Eitner 7 (1902); Walther 1732; Wurzbach 21 (1870); J. Sehnal in O. Biba/D. W. Jones (Hg.), [Fs.] H. C. Robbins Landon 1996.
Vielleicht seine Söhne
Joseph: * 1736 Iglau/Mähren (Jihlava/CZ), † 2.6.1806 Wien. Komponist, Violoncellist. 1772–1806 Mitglied der Wiener Hofkapelle. Häufig mit J. G. O. verwechselt.
W: Sinfonien, Quartette (Zuordnung fraglich).
Lit: Köchel 1869; Eitner 7 (1902); GerberNTL 3 (1813/14); Wurzbach 21 (1870); LdM 2000 [Orschler]; WStLA, TBP 1806.
Franz: * ?, † ca. 1798 Wien. Violoncellist. War im Orchester der Wiener Hofoper angestellt.
Lit: F.-S. Gaßner, Universal-Lex. der Tonkunst 1847; Wurzbach 21 (1870); D. Link, The National Court Theatre in Mozart’s Vienna 1998.
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