Spielte zunächst autodidakt Jazz, Blues und Rock; seit Anfang der 1970er Jahre Beschäftigung mit der Schrammelmusik und dem Wienerlied; 1973–77 Studium an der Wiener MHsch. 1974 gründete er die N. Schrammeln (in der originalen Schrammelbesetzung: 2 Violinen, Kontragitarre, Knopfharmonika, Gesang), die 1983 in N. Extrem-Schrammeln (Violine: Alfred Pfleger/Tscho Theissing, Manfred Kammerhofer; Harmonika: Walter Soyka/Barbara Faast-Kallinger; Kontragitarre: R. N.; Gesang: Doris Windhager) umbenannt wurden. Mit ihnen schlägt N. eine Brücke zwischen traditioneller Wiener Volksmusik und anderen Musikbereichen wie Blues, Rock ’n’ Roll, Jazz („Wiener Blues“, neue Wiener Volksmusik, neues Wienerlied, Neue Volksmusik). Als Herz.Ton.Schrammeln spielen dieselben Musiker seit 1995 auch „klassische“ Schrammelmusik, kombiniert mit Eigenkompositionen. N. schreibt auch Musik für Theater, Film und Hörspiel Hörspiel und leitet Workshops für Kontragitarre (auch an der Wiener MUniv., hier auch Vorlesungsreihe über das Wienerlied).
P: ORF-Sonderpreis für die Weiterentwicklung der Wienermusik 1983; Nestroy-Ring 1993; Silbernes Ehrenzeichen der Stadt Wien 2002.
W: LPs 10 Wienerlieder und ein Fußpilz-Blues 1978, Alles is hin 1980, Extrem 1983; CDs Guat Drauf 1988, Waß da Teufel 1989, Essig & Öl 1994, Moment, der Christbaum brennt! 1995, I hab an Karl mit mir 1996, Nr. 9 – Die Pathologische 1998, Geschrammelte Werke (Best of) 1999, Nachtschicht 2002.
Schr: Survival. N.s geschrammelte Werke 1985; (Hg.), Das Wienerlied 1999.
Lit: A. Koepp/Ch. Seiler (Hg.), Öl in die Venen. R. J. L. N. 2000; Personenlex. Öst. 2001; M. Kaspar, Das neue Wienerlied anhand zweier Protagonisten: Karl Hodina & R. J. L. N., Dipl.arb. Wien 1996; Ch. Seiler in Ch. Seiler (Hg.), Schräg dahoam 1995, 69–79; MGÖ 3 (1995); www.extremschrammeln.at (5/2004); weitere Internet-Recherchen.
BB