Kurze Zeit als Postbeamter, danach als Musikkritiker und Verfasser musikgeschichtlicher Studien tätig. Gründete 1858 die erste tschechische Musikzeitung Dalibor, die er bis 1864 redigierte, sowie zahlreiche Gesangvereine, u. a. den Verein Hlahol, für den er gemeinsam mit L. Procházka eine Sammlung vierstimmiger Männerchöre herausgab. 1871–77 Sekretär des Gewerbevereins in Böhmen; lebte ab 1878 in Kleindorf bei Pardubitz (Malolánské/CZ), wo er eine Landwirtschaft einrichtete. Danach lebte er wieder in Prag und widmete sich der Musik. M. heiratete 1861 die Schriftstellerin Antonie Melišová (geb. Körschner, 1833–1894), deren Gedichte von verschiedenen tschechischen Komponisten vertont wurden.
Schr: Stav nynější hudby u nás [Jetziger Zustand der Musik in Böhmen) in Lumír 1857; Stav hudby v Čechách v 18 století [Der Zustand der Musik in Böhmen im 18. Jh.] in Dalibor 4 (1861); gem. m. J. A. Bergmann, Průvodce v oboru českých tištěných písní od roku 1800–62 [Anzeiger der auf böhmischem Gebiete gedruckten ein- und mehrstimmigen Lieder 1800–62] 1863; Průvodce hudební 1869; weitere Artikel in Dalibor (darunter die ersten Biographien über F. Smetana 1863 und J. L. Bella 1869); Übersetzungen von Opern und Oratorien ins Tschechische.
Lit: NGroveD 16 (2001); ÖBL 6 (1975); Wurzbach 17 (1867); R. Steiningerová, K poćátkům českéjo hudebního časopisectví [Die Anfänge des tschech. musikalischen Zeitungswesens], Diss. Prag 1952.
BB