Organist in Schärding. Der 1593–97 in Ried als deutscher Schulmeister belegte Wolf Mayer (Meyer, Mair) ist wahrscheinlich sein gleichnamiger Vater oder sonst ein Verwandter. Unter seinen Nachkommen sind mehrere der folgenden, auch musikalisch tätigen Geistlichen zu vermuten, die alle aus Schärding stammen, deren Verwandtschaftsverhältnisse jedoch weitgehend ungeklärt sind; in zweiter Linie ist an die Familien zweier ebenfalls hieher zugezogener Vettern des Gegenschreibers Achaz Mayr (Vater von R. I. Mayr) zu denken, von denen einer, Ferdinand, u. a. 1665–85 Schärdinger Bürgermeister war († 1690); und schließlich auch an andere ortsansässige Familien dieses sehr verbreiteten Namens.
P. Cölestin Mayr OSB: * 1667 Schärding, † 27.6.1698 zw. Vornbach/Schärding. Geistlicher. Als Benediktiner von Vornbach am Inn/Bayern Pfarrvikar in Engertsham. Erhielt nach eigener Angabe 1730 von J. J. Fux persönlich ein Exemplar der Gradus ad parnassum geschenkt.
P. Joseph Mayr OSB: * 1683 Schärding, † 1735 Vornbach?. Geistlicher. Als Pfarrer in der Vornbacher Klosterpfarre, in Neukirchen/Bayern und Sulzbach tätig, „in musica, si non Magister, certe nulli Secundus“.
P. Stephanus Mayer OCist.: * vor 1690 Schärding, † 1764 Fürstenzell/Bayern. Geistlicher. Sohn des bürgerlichen Wundarztes am „oberen Bad“ in Schärding, Ferdinand Mayer (wohl der Obgenannte), wurde 1710 Zisterzienser von Fürstenzell und 1727 hier Abt (Erbauer der prächtigen Stiftskirche), wird 1719 ein „virtuoser Geiger“ genannt.
P. Clarus Mayr OSB: * 1724 Schärding, † 1784 Vornbach?. Geistlicher. Konventuale von Vornbach, als Besitzer von Musikalien und Musikbüchern nachgewiesen.
P. Amand Mayr OSB: * ? Schärding. Konventuale in Vornbach.
Lit: J. Ev. Lamprecht, Historisch-topographische und statistische Beschreibung der k.k. landesfürstlichen Gränzstadt Schärding am Inn 2 (1887), 141, 177, 240; H.-W. Schmitz, Passauer MusikGesch. 1999; F. Berger, Ried im Innkreis. Gesch. des Marktes und der Stadt 1948, 54.
RF