War Schulgehilfe in Winterberg/Böhmen (Vimperk/CZ), wo er Generalbass studierte (1793–1800), und in St. Magdalena bei Linz/OÖ (1801–03). Danach war er Lehrer und Regens chori (u. a. an St. Mathias, ab 1810) in Linz. 1811/12 leitete M. die „Winter-Concerte“ des Fürsten Karl Eugen Lamberg (in dessen Haus er auch Unterricht gab). 1814 wurde er Kapellmeister des Linzer Bürgerkorps. 1821 gründete er die aus dem Pensionsfonds der Schullehrer Oberösterreichs hervorgegangene Linzer Gesellschaft der Musikfreunde (Musikverein). 1824–37 dirigierte M. deren jährliche Konzerte. Weiters gründete er 1824 eine MSch., 1825 eine Zeichenschule und 1839 eine Privat-MSch.
W: Kantaten; Märsche.
Sein Sohn Emil: * 20.4.1822 Linz, † 7.7.1868 Hamburg/D. Komponist, Schriftsteller. Erhielt von seinem Vater Musikunterricht. 1840–53 war er Beamter der ständischen Buchhaltung in Linz. 1841–48 Korrespondent der Wiener Allgemeinen Musikzeitung (Musikzeitschriften). 1848–53 dirigierte er die Linzer Gesellschaft der Musikfreunde. 1849–53 war E. M. Mitglied (zuletzt Chormeister) der Liedertafel Frohsinn (Männergesang). Danach war er Musikdirektor der Theater in Rostock/D und Stralsund/D.
W: Opern (Der Cid 1841; Die Gnomenbraut 1844; Oswald v. Wolkenstein 1856); Hymne an den Unendlichen [T: Friedrich Schiller, Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmet] 1841; Ouvertüre zu William Shakespeares König Lear 1844; Männerchor Des Deutschen Vaterland 1844; Klavierstücke; Lieder; Gedichte; Novellen, Roman.
Schr: Redakteur bei Zss. Der Vaterlandsfreund 1848/49, Oberösterr. Gemeindebl. 1850/51.
Lit: ÖBL 5 (1972); Wurzbach 18 (1868) u. 28 (1874); Wessely 1953; MGÖ 2 (1995).
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