Marx, Karl
* 12.11.1897 München/D, † 8.5.1985 Stuttgart/D. Komponist.

Begann in München Naturwissenschaften zu studieren, geriet im Ersten Weltkrieg in Gefangenschaft, erhielt Kompositionsunterricht von Carl Orff und studierte 1920–24 an der Münchner Akad. der Tonkunst (u. a. bei S. v. Hausegger). Ab 1924 war M. dort Lehrer für Solorepetition, ab 1929 für Musiktheorie. 1928 wurde er Leiter des Münchner Bachvereins. 1940–45 unterrichtete M. Komposition und Satzlehre an der MHsch. Graz-Eggenberg (1944 Prof.). Daneben leitete er den Madrigalchor des steirischen Musikschulwerks. Ab 1946 wirkte er an der MHsch. Stuttgart, ab 1955 auch als Vorstand der Abteilung für Schulmusik (1964 Ruhestand). Bedeutender Vertreter der Jugendmusikbewegung.

P: Münchner Musikpreis 1932; Mitglied des Dt. Musikrats 1954 u. des Ehrenrats 1977; Bundesverdienstkreuz I. Klasse 1966.

W: Lieder, Chöre, Kantaten; Orchesterwerke (Konzerte, Divertimenti, Variationen), Kammermusik; Klaviermusik; dt. liturgische Musik.

Lit: G. Straub et al. (Hg.), K. M. 1983 [mit WV]; MGG 8 (1960); NGroveD 16 (2001); Riemann 1961 u. 1975; StMl 1962–66; F-A 1936 u. 2 (1978).

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