Der Sohn von Maximilian Valentin Graf v. M. und Anna Katharina Bukůvka v. Janovic studierte bis 1670 Jus in Prag und scheint ein Jahr später in den Matrikeln der Univ. Siena/I auf. Die Karriere des Diplomaten in kaiserlichen Diensten begann als Gesandter in England und Portugal. 1682/83 schickte ihn Leopold I. nach Salzburg und Italien, um Unterstützung bei der drohenden Türkenbelagerung Wiens zu gewinnen. 1696–1700 als Vertrauter von Kaiserin Eleonore Magdalena beim päpstlichen Stuhl, danach in militärischen Diensten; 1703 wurde er Obersthofmarschall. Im Zuge des spanischen Erbfolgekrieges hielt er im Sommer 1707 in Neapel seinen Einzug als habsburgischer Vizekönig. Aus gesundheitlichen Gründen kehrte er jedoch bereits im Dezember desselben Jahres nach Wien zurück.
P: Geheimer Rat; Konferenz-Rat; Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies.
Lit: NDB 16 (1990); ADB 20 (1884).
ChF