Der Sohn der Sängerin Carolina Bassi (* 10.1.1781 Neapel/I, † 12.12.1862 Cremona) zeigte schon in sehr jungen Jahren großes musikalisches Talent und erhielt ersten musikalischen Unterricht von seinem Onkel Ladislao Bassi (* ?, † ?) sowie Vincenzo Lavigna in Mailand/I. 1820 empfahl ihn G. Meyerbeer nach Bologna/I, wo er ein Jahr später Kontrapunktstudien bei Stanislao Mattei betrieb, die er später in Wien bei M. Stadler und J. Weigl fortsetzte. M. nahm auch Klavierunterricht bei C. Czerny und Violinunterricht bei J. Mayseder. Danach kehrte M. nach Italien zurück, war als Klavierlehrer tätig und übernahm 1835 das Amt des Domkapellmeisters in Cremona. 1832–46 konnte er sich als Opernkomponist profilieren.
G: Via R. M. (Triest); Via R. M. (Cremona).
W: Opern (La Preziosa, Jacopo di Valenza), Kirchenmusik, Motetten, Sonette (s. Abb.), Ouvertüren.
Lit: Wurzbach 16 (1867); Riemann 1975; Mendel-R. Suppl. (1883); Stieger II/2 (1975).
ChF