Bekam im Alter von neun Jahren ersten Violinunterricht und besuchte später das Wiener Volkskonservatorium und die MAkad., wo er Komposition (bei W. Bricht und F. Reidinger), Violine (bei Vittorio Borri) und Klavier (vermutlich bei F. Horak) studierte; 1934 Staatsprüfung für Violine. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich L. in Vorarlberg nieder, wo er 1945 das Vorarlberger Rundfunkorchester mitbegründete und dessen Konzertmeister wurde. Ein Jahr später rief L. das L.-Quartett ins Leben, bis 1954 unterrichtete er auch an der Städtischen MSch. in Bregenz. Anschließend als Redakteur und Kunstkritiker bei den Vorarlberger Nachrichten tätig.
P: 1. Preis Kompositionswettbewerb der Stadt Wien 1934; 1. Preis Kammermusik-Wettbewerb der Stadt Wien 1940; Besonderer Dank und apostolischer Segen Papst Pius XII. (für die ihm gewidmete Missa Regina coeli) 1957; Prof.-Titel 1964; Ehren- und Förderungsgabe des Landes Vorarlberg für Kunst und Wissenschaft 1972.
W: 3 Opern (Christina – Das Wunder der Madonna), Bühnenmusiken (Raskolnikoff), Orchesterwerke (Symphonien, Tanzbilder für Orch. [Rote Schatten], Violinkonzert op. 55, Bregenzer Festliches Vorspiel op. 86), Kammermusik, Klavierwerke, 3 Messen, Lieder.
Schr: Zeitgenössisches Vorarlberger Musikschaffen und seine Pflege in ÖMZ 25/8 (1970).
Lit: ÖMZ 13/5 (1958) [Ehrentafel Österreichischer Tonkünstler]; A. Bösch-Niederer in [Kat.] Aus Musikernachlässen der Stadtbibliothek Feldkirch 1984; E. Schneider in Montfort 23 (1971); O. L., WV [o. J.]; MGG 9 (1961) [Österreich]; MGÖ 3 (1995); Slg. Moißl.
ChF