Der aus einer Musikerfamilie stammende L. studierte 1865 an der Prager Orgelschule bei J. Krejčí. Dieser berief ihn 1868 an das Prager Konservatorium, wo er an der Gesangsabteilung Klavier (ab 1879 auch Musiktheorie) unterrichtete (1887 Prof.). Ferner war L. Violinist am Deutschen Theater in Prag und Gesangslehrer am Kleinseitner Gymnasium (nicht zu verwechseln mit seinem Kollegen Josef Andreas L. [1859–24.7.1936]). Als Inspektor für alle deutschen MSch.en (seit 1876) half er bei der Einrichtung der MSch.en in Petschau/Böhmen (Bečov n. Teplou/CZ) und Preßnitz (heute Talsperre Přísečnice/CZ). Ab 1917 lebte er im Ruhestand in Linz.
W: Werke für Orch. (Symphonien, Serenaden, Suite, Trauermusik In memoriam 1893); Kammermusik (3 Streichquartette); Klavierstücke.
Schr: Musikalische Formenlehre; Anleitung zur Partiturenkenntnis; Praktischer Lehrgang der Instrumentation; Leitfaden der Musikgesch.
Lit: LdM 2000; ÖBL 5 (1972); Riemann 1961; F-A 2 (1978).
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