Studierte Horn, Klavier und Musiktheorie am Wiener Konservatorium, Dirigieren, später Komposition bei G. Mahler. Zunächst als Hornist, dann auch als Ballettkomponist an der Wiener Hofoper tätig, dirigierte er den Frauenchor an der Döblinger Akad., die Wiener Symphoniker und das Opernorchester, gastierte auch in Deutschland (Hamburg, Baden-Baden und Dortmund). 1913 wurde er Theaterdirektor in Saarbrücken/D, 1922 Musikdirektor am Linzer Stadttheater, bald darauf Generalmusikdirektor in Königsberg (Kaliningrad/RUS). 1926 übersiedelte er in die Niederlande, wirkte als Prof. am Royal Conservatorium in Den Haag und als Dirigent des Rotterdamer Symphonieorchesters. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigrierte er zunächst nach Wien, 1936 nach Belgien (Exil) und leitete in Antwerpen anfangs das Orchester Synfonia da camera, seit 1937 die Vlaamse Philharmonie. L. war Mitglied der 1909 gegründeten Neukunstgruppe (Präsident: Egon Schiele), zu deren 15 Mitgliedern u. a. die Maler Erwin Osen, Anton Peschka und Albert Paris Gütersloh gehörten. Mit J. Marx stand L. noch 1937 in Verbindung.
W: Symphonische Werke (u. a. Bilder aus Österreich); Vokalmusik; zahlreiche Lieder.
Lit: Orpheus im Exil 1995; eigene Recherchen.
UH