Nach Philosophie-Studium an der Univ. Wien seit 1890 an verschiedenen Bühnen in Breslau tätig; zunächst Dramaturg, 1892–1913 Pächter des Stadttheaters. Er übernahm dazu das Thalia-Theater, 1896 auch das Lobe-Theater (beide Häuser verpachtete er 1913) und 1911 noch das Schauspielhaus, in dem er bis 1929 Operetten aufführte. 37 Jahre prägte L. das Breslauer Musik- und Theaterleben, arbeitete mit hervorragenden Regisseuren und Dirigenten zusammen, bot u. a. L. Slezak und B. Walter die Möglichkeit, ihre Karriere aufzubauen. L. brachte die wegen Zensurbedenken von der Wiener Hofoper vorerst abgelehnte R. Strauss’sche Salome bei einem Gastspiel mit seiner Breslauer Oper 1907 im Deutschen Volkstheater zur Wiener EA. L. wirkte auch als Lyriker, Erzähler und Dramatiker.
W: Drama Ein Königstraum 1884; Novelle Die Gesch. des wackeren Leonhard Labesam 1887; Gedichte.
Lit: ÖBL 5 (1972); Ulrich 1997; Kosch 2 (1960).
UH