L. gehörte unter J. Haydn, dessen Schüler er eventuell war, 1769–74 der Kapelle des Fürsten Nikolaus I. Esterházy an (spielte hier vielleicht auch Violoncello oder Kontrabass). 1775 in Paris, 1776 in Augsburg/D, ab 1777/78 in London, wo er ebenso erfolgreich auftrat wie 1784 in Berlin. Er nahm auch technische Verbesserungen an seinem Instrument vor (Vermehrung der Zupfsaiten auf 27), wodurch eine chromatische Selbstbegleitung durch den Spieler möglich wurde.
W: Barytonmusik, Kammermusik (ca. 50 Duos, Quartette und Quintette), Andante mit Variationen für Kl., Lieder.
Lit: NGroveD 14 (2001); MGG 16 (1979); Wurzbach 15 (1866); Mendel-R. 6 (1876); EitnerQ 6 (1902); H. C. R. Landon, Haydn. Chronicle and Works 2 (1978); GerberATL 1 (1790); GerberNTL 3 (1813/14); ZeneiL 2 (1965).
ChF