Lickl, Familie
Johann Georg: * 11.4.1769 Korneuburg/NÖ, † 12.5.1843 Fünfkirchen (Pécs/H). Organist, Musiklehrer, Komponist.

Erhielt Musikunterricht beim Korneuburger Regens chori Sebastian Witzig und wurde mit 14 Jahren Organist. Ab 1785 lebte er in Wien als Privatlehrer (Klavier, Gesang, Generalbass) und bildete sich bei J. G. Albrechtsberger und J. Haydn im Kontrapunkt aus. Nach 1792 wurde L. unter J. Eybler Organist bei den Karmeliten in Wien-Leopoldstadt (Wien II). Für Schikaneder schrieb er ab 1793 mehrere Singspiele. Ab 1805 war er Regens chori in Fünfkirchen.

G: Denkmal in Pécs 1852.

W: Messen, Requien, Gradualien, Offertorien, Litaneien, Vespern; Opern (Slawina v. Pommern 1812), Singspiele Der Orgelspieler, Der Brigitten-Kirchtag 1802), Melodramen; Kammer- u. Klaviermusik.

Seine Söhne Carl Georg: * 28.10.1801 Wien, † 3.8.1877 Wien. Beamter und Musiker. Von seinem Vater ausgebildet, studierte er Philosophie in Wien. Wurde Virtuose auf der Physharmonika, für die er auch komponierte (s. Abb.) und Lehrbücher verfasste.

Ägidius Karl (Ferdinand Carl): * 1.9.1803 Wien, † 22.7.1864 Triest (Trieste/I). Musiklehrer und Dirigent. Von seinem Vater unterrichtet, lernte er Klavier, Gitarre und Violine. In den 1830er Jahren ging er nach Triest, wo er als Dirigent und Komponist erfolgreich war.

W: Opern (La disfida di Berletta 1848); Oratorium (Der Triumph des Christenthums 1855); Kirchenmusik; Werke f. Kl. u. Git.

Lit: NGroveD 14 (2001); Wurzbach 15 (1866) [mit WV]; ÖBL 5 (1972); Riemann 1961; Kosch 2 (1960); GerberNTL 3 (1813); MGÖ 2 (1995).

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