Der Sohn eines Polizeirichters besuchte ab 1866 das Conservatorio di San Pietro a Majella in Neapel und studierte Klavier bei Beniamino Cesi, Harmonielehre bei Michele Ruta und Komposition bei Lauro Rossi; weitere Studien bis 1876 bei Nazzaro Serao. Sein erster Opernversuch (Chatterton, UA 1896) stammt aus dieser Zeit und zeigt deutliche Einflüsse der französischen Grand Opera und Rich. Wagners. Letzteren traf er in Bologna/I, wo L. 1876/77 Vorlesungen des Dichters Giosuè Carducci hörte. In der Folgezeit v. a. als Harmoniumbegleiter tätig, ging L. später als Angestellter des italienischen Außenministeriums nach Ägypten, 1882 nach Frankreich. In Paris lebte er von seinen Tätigkeiten als Musiklehrer und Pianist in Varietétheatern und war mit Claude Debussy sowie J. Massenet befreundet. Ab 1888 wieder in Italien, arbeitete er als Librettist und Opernkomponist. Mit seinen Werken war er v. a. in Deutschland, London (1911–13) und Nordamerika (1906) erfolgreich, weniger in seinem Heimatland. Gegen Ende seines Lebens widmete er sich zunehmend der Operette.
P: Zahlreiche Orden und Ehrungen (u. a. v. Königin Victoria und Kaiser Wilhelm II.).
W: Opern (Paggliacci [Der Bajazzo], I Medici [erster und einziger Teil der geplanten Trilogie Crepusculum], Maia, La Bohème, Der Roland von Berlin), Orchesterwerke, Chorwerke (Requiem für Umberto I.), Lieder, Klavierkompositionen.
Lit: NGroveD 14 (2001); MGG 10 (2003), 8 (1960) u. 16 (1979); Riemann 1961 u. 1975; F-A 1936; Stieger II/2 (1975); PiperEnz 3 (1989).
ChF