Studierte L. ab 1901 an der Budapester MAkad. u. a. bei H. Koessler, 1905 auch kurz in Mailand/I bei G. Puccini. 1906 übersiedelte er nach Deutschland und war hier 1913/14 Theorielehrer in Hellerau bei Dresden/D sowie Kompositionslehrer in Frankfurt a. M./D und am Berliner Klindworth-Scharwenka-Konservatorium (1919–22). Anschließend in verschiedenen deutschen Städten tätig, fand L. v .a. als Dirigent von Chören und Gesangvereinen (Koblenz, München, Saarbrücken, Erfurt) Beschäftigung und konnte sich um 1930 mit Hilfe des Deutschen Sängerbundes und des Arbeitersängerbundes als Komponist durchsetzen. 1933 emigrierte er (Exil) zunächst ins Saarland, dann in die Schweiz; 1938 über Jugoslawien, Ungarn, Polen und Schweden nach England, wo er als Musiklehrer in Kenninghall/Norwich tätig war und das Pseud. Prof. Devinal annahm.
W: Symphonie, Oper (Elga), Kammermusik, Klaviermusik, Lieder, über 450 Chöre.
Schr: Besprechungen und Kritiken.
Sein Neffe Kamilló: * 28.12.1928 Budapest. Komponist und Dirigent. Studierte 1949–58 an der Budapester MAkad. Komposition und Dirigieren. 1960–66 musikalischer Leiter des Staatlichen Puppentheaters, 1966–68 des Künstlerensembles der Ungarischen Volksarmee und 1970–74 des Budapester Operettentheaters. Ab 1972 unterrichtete er an der Budapester MAkad., hier 1976–92 Prof. für Musiktheorie.
P: Erkel-Preis 1960, 1962 u. 1978; Grand Prix du Disque Lyrique 1979; Bartók-Pásztory-Preis 1989; Kossuth-Preis 1998.
W: Fernsehopern, Oratorien (Orogenesis) u. Kantaten, Requiem, Stabat mater, Orchesterwerke (Konzerte, Mauthausen [Symphonische Dichtung]), Kammermusik.
Lit: MGG 8 (1960) u. 10 (2003); E. H. Müller (Hg.), Dt. Musiker-Lex. 1929; Baker 1984; Riemann 1961 u. 1975; R. Fischer (Hg.),Dt. Chormeisterbuch 1925; Orpheus im Exil 1995; F-A 2 (1978); ZeneiL 2 (1965).
ChF