Leitermayer, Familie
Michael: * 21.4.1799 Wien, † 1867 (Ort?). Musiker und Musikpädagoge.

Vom Vater in Gesang, Geige, Violoncello und Gitarre ausgebildet, ging er schon mit 17 Jahren auf Tournee durch Österreich und Oberitalien. L. wurde dann 1. Geiger in der Wiener Pfarrkirche Lichtenthal, 1818 Musikdirektor und auch Sänger (Tenor) am Theater in der Josefstadt und gab gleichzeitig Violinunterricht. 1827 wurde L. Regens chori an der Pfarrkirche in der Alservorstadt (Wien VIII), gründete eine eigene Sing- und Musiklehranstalt und war am Aufbau eines Kirchenmusikvereins beteiligt. 1834 übernahm er zusätzlich die Stelle eines Singmeisters am Theater in der Josefstadt. Von eigenen Kompositionen ist nichts bekannt.

G: L.gasse (Wien XVII/XVIII).

Lit: ÖBL 5 (1972) [A. L.]; Wurzbach 14 (1865).

Sein Sohn Alexander: * 5.5.1826 Wien, † 29.1.1898 Wien. Klarinettist, Militärkapellmeister und Komponist. Vom Vater musikalisch ausgebildet, debütierte er bereits als 12-Jähriger als Solo-Klarinettist. A. L. war 1849–92 Kapellmeister bei verschiedenen IR.ern, seit 1894 im Ruhestand. Er zählte zu den hervorragendsten Militärkapellmeistern seiner Zeit und war auch ein eifriger Komponist für dieses Genre.

P: zahlreiche Auszeichnungen.

W: ca. 300 Kompositionen, überwiegend für Militärmusik-Besetzung; Oper Der Thronräuber.

Lit: ÖBL 5 (1972); Brixel/Martin/Pils 1982; Wurzbach 14 (1865) [M. L.].

UH