Wurde 1809 Schüler an der Wiener Akad. der bildenden Künste und entwickelte sich zu einem gesuchten Zeichner. Er lernte, wie sein Bruder, der Theaterdichter und -sekretär Josef K. (1792–1866), spätestens 1817 Fr. Schubert kennen und entwickelte zu ihm ein besonderes freundschaftliches Verhältnis. Ein angeblich vom Komponisten anlässlich von K.s Hochzeit 1826 gespielter Walzer(K.-Walzer) war nur in mündlich tradierter Form erhalten und wurde erst 1943 von R. Strauss zu Papier gebracht. K.s Zeichnungen und Porträts von Schubert sowie von Persönlichkeiten aus dessen Freundeskreis, seine Genreszenen mit „Schubertianern“ sowie seine Lied-Illustrationen zählen neben den Arbeiten von Moritz v. Schwind zu den wichtigsten Dokumenten aus dieser Zeit. Nach einem Aufenthalt in Rom während einer Italienreise (1823–25) widmete K. sich fast ausschließlich religiösen Themen und stattete zahlreiche Wiener Kirchen und Kapellen aus (u. a. Altarbilder, Fresken). 1831 wurde er Korrektor, 1836 Prof. der Historienmalerei an der Wiener Akad. der bildenden Künste, war 1850–52 Prof. der Vorbereitungsschule und 1852–62 Leiter einer Meisterschule für Malerei.
G: K.gasse (Wien XIII).
Lit: SchubertL 1997; Czeike 3 (1994); ÖBL 4 (1969); Wurzbach 13 (1865).
UH