Tanz- und Schauspielausbildung in Deutschland. Nach Engagements an deutschen Bühnen war sie ab 1956 in zahlreichen Film- und TV-Produktionen in Deutschland tätig. Ab 1958 mit ihrem damaligen Mann G. Kreisler in München, in den 1960er und Anfang der 1970er Jahre v. a. in Deutschland als Darstellerin und Diseuse unterwegs. Seit 1965 österreichische Staatsbürgerin. 1968 gemeinsam mit Kreisler zwanzig Folgen der Heißen Viertelstunde im ORF-Fernsehen. 1971 mit dem erfolgreichen One-Woman-Musical Heute abend: Lola Blau von Kreisler im Kleinen Theater der Josefstadt im Konzerthaus. Im Rahmen der ORF-Rundfunksendung Das unbekannte Chanson betätigte sie sich als Talentesucherin. Nach der Trennung von Kreisler gründete K. 1976 in Wien V in Anlehnung an das Freihaustheater auf der Wieden mit der Freien Bühne Wieden (musikalischer Leiter: Béla Fischer) das einzige deutschsprachige Theater, das sich ausschließlich dem Erhalt jüdischer Literatur und jüdischer Autoren widmet und leitete es bis 2001. Daneben Auftritte in Rundfunk und Fernsehen, Schallplattenaufnahmen mit z. T. selbst getexteten Chansons (Lieder nach Lust und Laune, M: W. Fantel) und Auftritte im In- und Ausland im Rahmen von One-Woman-Shows (Alle Macht der Fantasie; Phantasien auf der Venusgeige; Oij, sind wir gescheit) sowie Chansonprogramme mit Schwerpunkt auf jüdischen Autoren und Musikern.
P: Dt. Trude-Hesterberg-Chanson-Ring für die beste Interpretation literarischer Chansons; Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland; Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft des Landes Wien; Silbernes Ehrenzeichen der Stadt Wien; Ehrenmitglied der Abraham Goldfaden-Company New York; 1. Preis beim Jüdischen Theaterfestival Bukarest.
Schr: Lauter liebe Leute 1996; Alle Träume führen nach Wien. Ein Tatsachenroman 2001 [über die Familie Kálmán]; Wolf Messing. Hellseher und Magier 2002; Beiträge für die Illustrierte Neue Welt.
W: Alben Das Ungeheuer Zärtlichkeit; Immer wieder Widerstand; Lola Blau; „Komm...“. Zwölf schicke Schlager; Lieder nach Lust und Laune; gem. m. G. Kreisler: Der Tod, das muss ein Wiener sein.
Lit: Fink 2000; T. K. im Gespräch m. Chr. Lindenmeyer v. 16.5.2003 auf BR-alpha; T. K., Lauter liebe Leute 1996; www.freiebuehne.nextra.at/topsy (8/2003); ÖL 1995; Ackerl/Weissensteiner 1992; Slg. Moißl; pers. Mitt. T. K.
MK