Kronsteiner, Brüder
Joseph: * 15.2.1910 Losenstein/OÖ, † 15.5.1988 Linz. Weltpriester, Domkapellmeister, Musikpädagoge und Komponist.

1933 Priesterweihe. Nach Musikstudien bei R. Keldorfer am Bruckner-Konservatorium in Linz, bei J. Lechthaler und E. Tittel an der Wiener MAkad. sowie 1943–45 an der Leipziger MHsch. bei J. N. David und Karl Straube wurde K. 1943 Domkapellmeister in Linz, wirkte ab 1946 auch als Dozent am Linzer Priesterseminar und war Mitglied der Linzer Diözesankommission für Kirchenmusik. Er war daneben auch Musikschriftsteller und ein von Gregorianik (Choral) und niederländischer Vokalpolyphonie ausgehender, Einflüsse von David verarbeitender Komponist von Kirchen- und Kammermusik sowie ab 1945 Prof. für Kirchenmusik am Linzer Bruckner-Konservatorium.

P: Medaille Pius XII. 1952; Ehrennadel der Stadt Mönchengladbach/D 1953.

W: Oratorium Maria 1958; Messen; Chöre; Orch.-Werke; Kammermusik; Lieder.

Schr: Aufsätze über einzelne Werke u. a. von A. Bruckner.

Lit: H. Zöpfl, J. K. – der Chormeister 2003 [m. WV]; MaÖ 1997; Riemann 1972; MGG 7 (1958); Kürschner 1954; MGÖ 3 (1995).

Hermann: * 25.3.1914 Losenstein, † 13.11.1994 Linz. Weltpriester, Pädagoge, Organist und Komponist. 1938 Priesterweihe. Wirkte in der Diözese Linz, studierte bis 1948 an der Wiener MAkad. (Abt. für Kirchenmusik), 1948/49 an der Päpstlichen MAkad. in Rom und war Musiklehrer am Linzer Knabenseminar Kollegium Petrinum, Prof. an der Wiener MAkad. (ab 1960 Leiter der Abteilung Kirchenmusik). Als Komponist war er auf dem Gebiet der Volksliturgie (Betsingmesse) geschätzt, der die liturgische Funktion seiner Werke durch eine einfache Setzweise betonte.

P: 1. Preis beim Orgel-Improvisationswettbewerb St. Florian 1939; Gausieger im Orgel-Wettbewerb St. Florian 1941.

W: Märchenoper Der gestiefelte Kater 1963; Kirchenmusik (Oratorium, Messen, dt. Antiphonar; lat. Proprienwerk 1938–50); Chöre; Lieder; Kammermusik; Orgelwerke; Schauspielmusiken.

Schr: Bruckners Kirchenmusik u. die Liturgie in F. Grasberger (Hg.), [Fs.] Leopold Nowak 1964; Kirchenmusik heute 1967; Vinzenz Goller. Leben u. Werk 1976; Aufsätze.

Lit: B. Schörkhuber, H. K. Leben u. Werk, Dipl.arb. Linz 1993; H. K. 65 Jahre inSK 26 (1978); MaÖ 1997; Riemann 1972; MGG 7 (1958); Kürschner 1954; MGÖ 3 (1995).

UH