Krakauer, Alexander
* 24.12.1866 Komorn/H (Komárno/SK), † 18.6.1894 Graz. Komponist und Texter.

Violin-Unterricht bei Theodor Kleinecke; 1885–87 Studium an der Technischen HSch. in Wien. Danach widmete er sich ausschließlich der Komposition von Wienerliedern und Couplets, deren Texte er zum Großteil selbst verfasste. Seine Werke erzielten bald große Popularität, u. a. interpretiert durch E. Guschelbauer und A. Girardi. K. gilt als einer der Hauptvertreter des Wienerliedes.

W: Singspiel Der Herr Franz (1890), Eine moderne Ehe (1981); Wienerlieder (Du guater Himmelvater, Mein Liebchen wohnt am Donaustrand, Gold und Silber, Der Werkelmann, Mei Bua, O du schöne Adelheid!, Wiener Schusterbubenlied); Couplets (Was Menschenhände alles können, Die wahre Liebe ist das nicht).

Lit: Czeike 3 (1994); ÖBL 4 (1969); J. Koller, Das Wr. Volkssängertum in alter und neuer Zeit 1931 (m. Abb.); R. Sieczynski, Wienerlied, Wiener Wein, Wiener Sprache 1947; Eisenberg 1893; F-A 1936; Slg. Moißl; Teilnachlass WStLB.

MK