Kotschy, Johannes
* 2.5.1949 Neuhaus am Schliersee/Bayern. Komponist, Theoretiker.

Nach Abschluss des Pharmaziestudiums in München Klavier- und Kompositionsstudium an der MHsch. Mozarteum in Salzburg. Seit 1981 freischaffender Komponist, Fortsetzung der Studien auf dem Gebiet der musikalischen Grundlagenforschung, 1984 Vorstellung seiner „Naturtonmusik“ bei den Darmstädter Ferienkursen, Initiator der Naturton-Symposien in Heidelberg/D 1989 und 1992. Entwicklung einer neuen Keyboard-Tastatur, die auf einfache Weise das Spiel mit Mikrotönen erlaubt. Mitherausgeber der Reihe7 (Musik für Solo-Instrumente), Mitbegründer der IG Komponisten Salzburg.

W: Werke für Solo-Instrumente (AnRa f. Harfe 1987, Verwehendes Nichts 1990 u. a.), Kammermusik (Schwarzer Walzer 1987, Curriculum in ekmelischer Musik 1991, Streichquartette im Naturtonsystem u. a.), Lieder und Ensemblewerke (James-Joyce-Trilogie 1990–95, Lieder auf der Flucht 1993, Mondsee-Oratorium 1996), Orchesterwerke (Solaris f. großes Orch. 1988), Oper (Der Untergang der Stadt Passau 1995).

Schr: Neue Wege mit Naturtönen in Clarino, Zs. f. Bläsermusik Nr. 2 (1990); Obertonmusik für den Unterricht 1993; Mikrotonalität in Ton, Zs. der IGNM, Sektion Österreich H. 4 (1996/97); Musizieren mit Obertönen in Jugend musiziert Nr. 94/95 (1997) u. Nr. 96 (1998); Mikroharmonik in Jugend musiziert Nr. 98/99 (1998) u. Nr. 100 (1999); Auf dem Weg zur Mikroharmonik in W. Thies/K. Bachmann, Musikwissenschaft – Musikpraxis 2000.

Lit: Goertz 1994.

JK