Schon als Kind wurde seine hohe musikalische Begabung entdeckt; K. spielte u. a. schon als 8-jähriger in Meran vor ausländischen Berühmtheiten und Fürsten. Ab 1889 studierte K. an der Univ. Innsbruck Romanistik, dann an der Univ. Leipzig vergleichende Sprachwissenschaft, musste aber aus gesundheitlichen Gründen das Studium aufgeben. Seine musikalische Ausbildung vollendete er bei E. d'Albert, mit dem ihn lebenslange Freundschaft verband. 1897 übersiedelte K. nach Zürich und lebte dort als Privatgelehrter und angesehener Pianist; einen Ruf als Lehrer an das Züricher Konservatorium 1912 musste er aus gesundheitlichen Gründen ablehnen, und auch eine regelmäßige Konzerttätigkeit war ihm aus diesem Grund unmöglich. K. galt als ausgezeichneter Beethoven-Interpret; als Sprachwissenschaftler sind ihm bedeutende Forschungen auf dem Gebiet der Keltologie zu danken.
Lit: ÖBL 3 (1965).
ETH