Zunächst zum Berufsoffizier ausgebildet, dann Schüler A. Schönbergs und Alban Bergs. Nach 1918 war K. als Musikpädagoge und -schriftsteller tätig, verfasste Klavierauszüge (u. a. zu Bergs Wozzeck). 1924 wurde er zunächst Korrepetitor, 1932–57 war er dann Theorielehrer am Bruckner-Konservatorium in Linz. K.s einziges gedrucktes Werk (Die Maschine. Eine extonale Selbstsatire op. 1 für Klavier zu 4 Händen, 1921, ursprünglich für Kammerensemble) ist auch sein wichtigstes: die erste gedruckte Zwölfton-Komposition, in der erstmals eine Reihe mit sämtlichen Intervallen (Allintervallreihe) entwickelt wurde, von K. „Mutterakkord“ genannt. Vom Verein für musikalische Privataufführungen abgelehnt, wurde das Werk 1924 in New York uraufgeführt. In K.s späteren Werken überwiegt tonale Musik.
P: Prof. h. c. 1958.
W: ca. 200 Werke: Bühnenwerke (Nostradamus 1925; Das Gottesurteil 1928; Die St. Jakobsfahrt 1930/31; Der Joker 1955); Orchester- u. Kammermusik; Klavierstücke; Chöre u. Lieder.
Schr: Alban Bergs „Wozzeck“ in Musikbll. des Anbruch 5 (1923); Die Grenze der Halbtonwelt in Die Musik 17 (1924/25).
Lit: NGroveD 13 (2001); MaÖ 1997; H. Oesch in Forum musicologicum. Basler Studien zur Musikgesch. 1 (1975); MGÖ 3 (1995); Riemann 1959 u.1972.
UH