Kauder, Hugo
* 9.6.1888 Tobitschau/Mähren (Tovočov/CZ), † 22.7.1972 Bussum/NL. Komponist, Geiger und Musikschriftsteller.

Studium an der Technischen Hsch. und Univ. in Wien; als Komponist Autodidakt; 1910–19 Geiger und Bratschist im Wiener Konzertvereins-Orchester; 1919–22 Mitarbeiter der Musikblätter des Anbruch; 1938 Emigration (Exil) nach Holland, 1940 nach England und New York, wo er als Komponist und Pädagoge tätig war. Sein Werk ist durch polyphone Strukturen (Beschäfigung mit franko-flämischer Musik, besonders Josquin Desprez) und konservative Harmonik gekennzeichnet.

Schr: Entwurf einer neuen Melodie- und Harmonielehre 1932; Counterpoint 1960; Artikel für die Musikbll. des Anbruch.

W: Symphonien, Konzerte, Präludien, Passacaglien und Fugen für Streichorchester; Orchesterlieder- und Klavierlieder, Chöre, Kammermusik.

Lit: O. Kauder, H. K: Biographie und WV 1975; NGroveD 13 (2001); Riemann 1959 u. 1972; Orpheus im Exil 1995.

BB