Von früh auf stark sehbehindert, Schüler von Jul. Böhm im Klavier- und Orgelspiel. Soll bereits mit 16 Jahren mit dem Orchester der Purkersdorfer Blindenanstalt, in der er 1884–96 erzogen wurde, eine Ouvertüre eigener Komposition einstudiert haben. Anschließend studierte er am Konservatorium der GdM in Wien (Abschluss 1906 bei R. Fuchs) und wurde Organist an verschiedenen Kirchen in Wiener Neustadt. Nachdem er bereits 1907 J. M. Hauer Kontrapunkt-Unterricht erteilt hatte, errichtete er 1909 daselbst eine Privatmusikschule, 1938–50 unterrichtete er auch an der hiesigen „Musikschule für Jugend und Volk“.
P: Prof.-Titel 1946.
W: Requiem für Sopran und Orgel, kleinere Kirchenkompositionen, Symphonie (UA 1908), Erntefest-Idyll, 2 Streichquartette, Klavierquintett, Klavierstücke, Männerchöre, Lieder (insges. 19 opera).
Lit: Erhart 1998; H. Heitzenberger, Wiener Neustädter Komponisten [Ms. im Stadtarchiv Wr. Neustadt, mit WV].
RF