Primiz 1673 in Altpölla/NÖ, 1680 Promotion in Padua/I, wurde 1682 Pfarrer in Heidenreichstein/NÖ, noch im selben Jahr in Altpölla, wo er bis 1711 wirkte und sich für die Einrichtung von Bruderschaften einsetzte. Zum Passauischen Konsistorialrat und zum Apostolischen Protonator ernannt, war J. schließlich seit 1711 Dechant in Waidhofen an der Thaya. Er gab neben theologischen Schriften auch ein umfangreiches Gebet- und Gesangbuch heraus, in dem er den bei Wallfahrten (Prozession) üblichen Volksgesang dokumentierte. Ein davor verfasstes Gesangbuch ist nicht mehr nachweisbar. 1704 errichtete J. am Wiener Piaristenkollegium Maria Treu (Wien VIII) eine Stiftung für einen Sängerknaben aus Altpölla (seit 1711 aus Waidhofen an der Thaya).
Schr: Canticum Dei, In der Welt pausierende, in der Ewigkeit plausierende Music 1707; Sibenfache Wallfahrten zum Taferl 1703; zahlreiche, z. T. in lat. Sprache verfasste theologische Schriften und Predigten, zwischen ca. 1678 u. 1717 (auch unter den Namen Jamagne, Jamague, Schemani).
Lit: Beiträge v. H. Seifert u. Th. Winkelbauer in Fr. B. Polleroß (Hg.), Geschichte der Pfarre Altpölla 1132–1982, 1982 [m. WV]; MGÖ 1 (1995).
UH