Die Titel von 24 seiner Theaterstücke finden sich im Anhang seines Büchleins Persönliche Erinnerungen an Ludwig Anzengruber, das in Wien 1929 im Eigenverlag Wien VIII, Strozzigasse 40, erschienen ist. Anzengruber arbeitete u. a. für die Zeitschrift Figaro, deren Redakteur J.s Vater Heinrich J. war. Der Liste seiner Theaterstücke hat der Autor den Vermerk beigefügt: „und noch 28 Werke“, doch dürfte keines der Werke im Druck erschienen sein. In der Streitschrift Frech und schlicht zieht der Verfasser gegen die Operette und für das Volksstück (Volkstheater, Volksschauspiel) zu Felde. J. nennt sich darin „Präsident des Verbandes österreichischer Volksschriftsteller“; in der Broschüre Die vereinfachte Notenschrift bezeichnet er sich als „Mitglied des Österreichischen Musik- und Sangesbundes und des Deutsch-österreichischen Autoren-Verbandes“. Diese vereinfachte Notenschrift (Notation) ist eine Art musikalischer Stenographie: Drei verschiedene Notenzeichen – volle Notenköpfe für die diatonischen Grundtöne, leere Noten für die erniedrigten (Be-)Töne, eine Note in der Form des Buchstabens x für die erhöhten (Kreuz-)Töne sollen die Versetzungszeichen überflüssig machen. Doppelerhöhungen wie fisis oder cisis werden als Grundtöne (g, d) geschrieben. Eine Note ohne Hals bedeutet eine halbe, mit einem vorgesetzten senkrechten Strichlein eine ganze Note. Viertelnoten und kleinere Werte erhalten wie bisher einen Notenhals und Fähnchen bzw. Balken. Als weitere Vereinfachungen der Schrift werden die Verwendung von höchstens drei Hilfslinien über und unter dem Liniensystem, der Wegfall aller überflüssigen Zeichen und abgekürzte Schreibweisen vorgeschlagen.
Schr: Die vereinfachte Notenschrift – in wenigen Stunden erlernbar 1925; Persönliche Erinnerungen an Ludwig Anzengruber 1929; Frech und schlicht [o. J.].
Lit: K. Schnürl in MusAu 18 (1999).
KSch