Im Jänner 1930 spielten die Fünf lustigen Inntaler – darunter Gottlieb Weißbacher, Flügelhornist, Begründer, Leiter und Arrangeur der Gruppe – erstmals zum Tanz auf. Im März desselben Jahres folgten erste Schallaufnahmen (in der Besetzung Flügelhorn, Klarinette, Posaune, Harmonika und Harfe), diese sind die einzigen Aufnahmen einer Tiroler Kapelle, die vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. 1932 Erweiterung durch einen Basstubaspieler und einen Schlagzeuger. Die Musikanten entwickelten einen eigenen markanten Klangstil, der durch die führende Stimme von G. Weißbacher geprägt war und sich besonderer Beliebtheit erfreute. Mit den Kriegsjahren verstummten die Erfolge der Gruppe. Ab 1947 musizierten die neu ins Leben gerufenen Fidelen Inntaler zunächst wieder in ihrer alten Besetzung, schließlich kam ein achter Mann, ein zweiter Flügelhornist, hinzu. In den folgenden Jahren wurde die Musikgruppe weit über Österreichs Grenzen hinweg bekannt. Nach dem Tod von G. Weißbacher 1988 trat Karl Baumann seine Nachfolge an. Klang, Stil und Besetzung der F. I. waren nicht nur einmalig in der alpenländischen Musik, sondern auch schulebildend (Inntaler).
W: Alben-Auswahl Die fidelen Inntaler spielen klangvolle Märsche 2000; Tirolerklang 2001; Ein Dankeschön 2002.
Lit: Robin 1999; Österreichische Blasmusik 31 (1983).
SO