Holzmann, Joseph Alois
* 22.10.1762 Hall in Tirol, † 17.4.1815 Hall. Organist und Komponist.

Sohn des Pfarrmusikers Josef H. († 1765), Stiefsohn des in Hall i. T. als Organist wirkenden Johann Prohaska, der ihn zum Wunderkind ausbildete und sich von ihm oft an der Orgel vertreten ließ. J. A. H. wurde dann im Stift Fiecht/St. Georgenberg-Fiecht) bei Schwaz/T von P. Magnus Dagn weiter musikalisch ausgebildet und reiste als Zehnjähriger mit seinem Stiefvater durch Deutschland. Trotz verschiedener Angebote entschied er sich für Hall i. T. als bis zu seinem Tod dauernde Wirkungsstätte. 1779 wurde er als „Supernumerarius“, 1785 als wirklicher Pfarrmusikant angestellt. Seine Kirchenmusik-Kompositionen fanden weite Verbreitung. H. war Lehrer u. a. von J. B. Gänsbacher.

W: zahlr. Messen, Requiem- u. Te Deum-Vertonungen, Offertorien, Gradualien, Litaneien, Vespern und kleinere Gesänge; Fugen (s. Abb.).

Schr: Partitur-Fundament.

Lit: W. Senn, Aus dem Kulturleben einer süddt. Kleinstadt. Hall in Tirol 1938; Wurzbach 26 (1874); MGÖ 2 (1995).

UH